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Das Schweizerische Bundesgericht in Lausanne hat in seinem Entscheid 1C_53/2015 einen Entscheid des Walliser Kantonsgerichts in Sachen Parteientschädigung bei vollständigem Obsiegen aufgehoben.

In einem baurechtlichen Verfahren hat der Beschwerdeführer einen Abbruchentscheid der kantonalen Baukommission (KBK) beim Staatsrat Wallis angefochten. Der Staatsrat hob den Entscheid der KBK vollständig auf - sprach ihm aber trotz grosser Arbeit des Rechtsanwaltes nur Fr. 600.-- als Parteientschädigung zu. Dieser Entscheid des Staatsrates wurde vom Kantonsgericht Wallis in einer Verwaltungsgerichtsbeschwerde bestätigt.

Nun hebt das Bundesgericht den Entscheid des Kantonsgerichtes auf und spricht dabei eine deutliche Sprache:

"Da die Vorinstanz den Stundenansatz des Rechtsvertreters nicht in Frage stellt, wären mit einer Entschädigung von Fr. 600.-- nur knapp 2.5 Arbeitsstunden abgegolten, was die vom Rechtsvertreter nützlich aufgewandte Zeit klarerweise nicht abdeckt." Und: "Zusammenfassend erweist sich die dem Beschwerdeführer vom Staatsrat zugesprochene und von der Vorinstanz bestätigte Pauschalentschädigung von Fr. 600.-- als unhaltbar tief."

Damit müssen sich die Behörden des Kantons Wallis nun also auch in öffentlich-rechtlichen Verfahren eingehend mit den notwendigen Aufwendungen der anwaltlichen Vertretung auseinander setzen und können nicht mehr - wie bisher - eine geringe Pauschalentschädigung bei vollständigem Obsiegen zusprechen!

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